Nördlingen

Nördlingen ist eine Große Kreisstadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern. Die ehemalige Freie Reichsstadt ist die größte Stadt des Landkreises.

Geographie

Nördlingen liegt im Nördlinger Ries, dem Einschlagkrater eines Meteoriten, der vor 15 Millionen Jahren in die Alb eingeschlagen ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 23 bis 25 Kilometern; sein Rand ist ringsum als Hügelkette sichtbar. Durch die wissenschaftliche Erforschung des Ries-Ereignisses wurde Nördlingen weltweit bekannt. Das Ries wird von der Wörnitz und der Eger durchflossen; erstere mündet 30 Kilometer südöstlich in die Donau.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Nördlingen: Wallerstein, Maihingen, Oettingen, Munningen, Wechingen, Deiningen, Alerheim, Möttingen, Reimlingen, Hohenaltheim, Ederheim, Neresheim, Bopfingen, Riesbürg.

Stadtgliederung

Die Nördlinger Kernstadt gliedert sich grob in Altstadt, Graben, Wemdinger Viertel, Saubrunnen, Augsburger Viertel, Talbreite, Herkheimer Viertel und Südtiroler Viertel. Die Stadtteile Baldingen und Kleinerdlingen gehen fast fließend in die Kernstadt über, während die übrigen Stadtteile sich den Charakter abgeschlossener Dörfer erhalten haben.

Geschichte

Funde in den Ofnethöhlen belegen, dass das heutige Ortsgebiet von Nördlingen bereits im Spätpaläolithikum besiedelt war. In den Ortsteilen von Nördlingen wurden Fundstellen aus fast allen folgenden vorgeschichtlichen Epochen entdeckt. Besonders intensiv besiedelt war ein Bereich am Ostrand des Ortsteils Baldingen, wo Siedlungen der Bandkeramik und des Jungneolithikums, der Urnenfelderkultur, der Hallstatt- sowie der Latènezeit entdeckt wurden. Hier lag auch eine römische Villa mit Brandgräberfeld.

Um das Jahr 85 n. Chr. entstand im Süden der Stadt ein römisches Kastell mit Siedlung (vicus), die jedoch im Jahre 259/260 bei der Eroberung des heutigen Süddeutschlands durch die Alamannen unterging. Der Name dieser Siedlung lautete wahrscheinlich Septemiacum. Dieser lateinische Ortsname ist durch die Peutingertafel (Tabula Peutingeriana) für die Gegend von Nördlingen zuverlässig überliefert, er kann aber bisher nicht ganz sicher der römischen Siedlung im heutigen Nördlingen zugeordnet werden. Ein römischer Gutshof (Villa rustica) wurde im Stadtteil Holheim ausgegraben und kann besichtigt werden. Das römische Nördlingen ist bislang kaum erforscht.

Im 6. und 7. Jahrhundert lässt sich eine alemannische Besiedlung nachweisen. Drei Reihengräberfriedhöfe aus dieser Epoche sind bisher in Nördlingen ausgegraben worden.

„Nordilinga“ wurde im Jahr 898 zum ersten Mal urkundlich als karolingischer Königshof erwähnt. Unter der Herrschaft des Bischofs von Regensburg wuchs Nördlingen zum Markt heran.

1215 erhielt Nördlingen von Kaiser Friedrich II. Stadtrechte und wurde freie Reichsstadt. In jenem Jahr wurde die erste Stadtmauer errichtet, deren Grundriss bis heute sichtbar ist. 1219 wurde die Nördlinger Pfingstmesse das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Stadt, an der Kreuzung zweier großer Handelsstraßen gelegen, stieg zum wichtigen Handelsplatz für Getreide, Vieh, Textilien, Pelze und Metallwaren auf. Neben Frankfurt war Nördlingen eine der wichtigsten Fernhandelsmessen Deutschlands.

1238 zerstörte ein Brand einen großen Teil der Stadt, von dem sich die Stadt jedoch rasch erholte. Drei Generationen später hatten sich auch außerhalb der Stadtmauern eine große Zahl von Handwerkern, vor allem Gerber und Weber, angesiedelt. 1327 wurde der heute noch bestehende Mauerring gebaut, mit dem die ummauerte Stadtfläche auf das Vierfache anwuchs. 1427 begann der Bau der St.-Georgs-Kirche.

Für das Jahr 1469 ist in den Gerichtsakten der Stadt das Verfahren gegen den städtischen Frauenwirt Linhardt Freiermuth und seine Ehefrau Barbara Taschenfeind protokolliert. Ausgangspunkt der Verhandlung war der Vorwurf der erzwungenen Abtreibung der Dirne Els von Eystett. Das Gericht sprach das Zuhälterpaar schuldig und verbannte den Frauenwirt aus der Stadt. Seine Ehefrau wurde auf der Stirn gebrandmarkt und an den Pranger gestellt. Die im städtischen Archiv von Nördlingen erhaltenen 40 Pergamentseiten zu dieser Gerichtsverhandlung geben einen einmaligen Einblick in die damaligen Zustände eines – der Stadt selbst gehörenden – Bordells.[2]

Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1555 wurde die Reformation in Nördlingen endgültig bestätigt. Bürgermeister Peter Seng d. Ä. (1512–1589) unterzeichnete 1579 für den Rat der Stadt die lutherische Konkordienformel von 1577.[3]

Die Geschichte der Hexenverfolgung in Nördlingen ist gut dokumentiert. Zwischen 1589 und 1598 wurden 34 Frauen und ein Mann wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.[4] Mit der Grafschaft Oettingen, deren Enklave Nördlingen wurde, gab es häufig Konflikte um Hoheitsrechte. Vom 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts reichte Nördlingen 103 diesbezügliche Klagen vor dem Reichskammergericht ein.[5]

Ein historischer Wendepunkt im Dreißigjährigen Krieg waren die Belagerung von Nördlingen und die darauf folgende Schlacht bei Nördlingen im Jahre 1634, in der die schwedisch-protestantischen Kräfte erstmals entscheidend von den kaiserlich-habsburgischen Truppen geschlagen wurden. Die Stadt musste sich den Siegern öffnen, wurde aber nach hohen Reparationszahlungen nicht durch die siegreichen Truppen geplündert. Allerdings büßte die Stadt während und nach der Belagerungszeit durch Hunger und Krankheit über die Hälfte ihrer Bevölkerung ein. Auch im spanischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt durch die Auswirkungen der in der Nähe stattfindenden Schlachten von Höchstädt in Mitleidenschaft gezogen.

Der Handel verlagerte sich nach dem Krieg zu den Seehäfen – ein weiterer Grund, warum Nördlingen seine Bedeutung als Handelszentrum verlor. Dieser erzwungene Stillstand ist der Grund, dass das mittelalterliche Stadtbild so gut erhalten geblieben ist.

Im Zuge der napoleonischen Neuordnung Deutschlands verlor Nördlingen im Reichsdeputationshauptschluss 1803 seinen Status als Reichsstadt und fiel an das Kurfürstentum Bayern, das im Vorgriff auf die bereits ausgehandelten Bedingungen die Stadt schon im September 1802 besetzt und ihre verwaltungsmäßige Eingliederung vollzogen hatte. Zum 1. Januar 1806 wurde die Stadt entsprechend der im Frieden von Pressburg erreichten Rangerhöhung des Fürsten königlich-bayerische Landstadt.

Am 15. Mai 1849 wurde Nördlingen mit der Inbetriebnahme der Ludwig-Süd-Nord-Bahn an das Netz der Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen angeschlossen. Am 25. Juli 1861 wurde die Eisenbahnverbindung der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen von Cannstatt über Aalen nach Nördlingen eingeweiht. Die Strecke war ab 1863 komplett befahrbar.

Seit dem Mittelalter waren in Nördlingen jüdische Familien ansässig, die ihre Toten auf dem Jüdischen Friedhof am Nähermemminger Weg begruben und sich 1885 in der Kreuzgasse 1 ihre neue Synagoge errichteten. Dieses Gotteshaus wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern verwüstet, woran eine Gedenktafel am heutigen Evangelischen Gemeindehaus erinnert. Mit einem Gedenkstein auf dem Jüdischen Friedhof wird seit 1979 der jüdischen Bürger gedacht, die Opfer der Shoa wurden.[6]

Erst 1939 erreichte Nördlingen wieder die Bevölkerungszahl von 1618.

Bei Luftangriffen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges kamen im Frühjahr 1945 insgesamt 33 Menschen ums Leben. Der Bahnhof und mehrere Wohnhäuser wurden zerstört, die St.-Georgs-Kirche schwer beschädigt. Der nahezu komplette Rest der historischen Altstadt blieb jedoch verschont.

Ab 1945 gehörte Nördlingen zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Das Lager wurde von der UNRRA betreut und beherbergte ungefähr 500 DPs. Die meisten von ihnen stammten aus Lettland und Litauen.

Mehr als 4500 Heimatvertriebene ließen sich nach dem Krieg in Nördlingen nieder.

Im Zuge der kommunalen Neugliederung Bayerns verlor Nördlingen am 1. Juli 1972 seinen Status als kreisfreie Stadt und wurde in den neugebildeten Landkreis Nördlingen-Donauwörth eingegliedert, der am 1. Mai 1973 den heutigen Namen „Landkreis Donau-Ries“ erhielt.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Herkheim, Holheim, Kleinerdlingen und Nähermemmingen eingegliedert. Am 1. Januar 1973 kam Löpsingen hinzu. Großelfingen (damalige Schreibweise) und Pfäfflingen folgten am 1. Januar 1976. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Schmähingen am 1. Januar 1978 sowie Baldingen und Dürrenzimmern am 1. Mai 1978 abgeschlossen.

Stadtmauer

Hauptartikel: Nördlinger Stadtmauer

Die komplett erhaltene Stadtmauer von 1327 hat fünf Tore mit Tortürmen, elf weitere Türme und zwei Bastionen. Auch der Wehrgang ist vollständig erhalten und kann begangen werden.

Das größte Stadttor ist das Berger Tor im Süden. Im Uhrzeigersinn folgen das Baldinger Tor im Westen, das Löpsinger Tor, das auch das Stadtmauermuseum beherbergt, im Norden, das Deininger Tor im Nordosten und das Reimlinger Tor im Osten. Die Türme sind im Uhrzeigersinn Feilturm, Löwenturm, Oberer Wasserturm, Backofentürme (5), Spitzturm, Unterer Wasserturm und Reißturm. Die Alte Bastei, die in zwei Geschossen zehn Geschütze aufnehmen kann, ist vollständig erhalten. Die Neue Bastei hingegen wurde 1808–1826 abgebrochen.

Kirchen

Das Wahrzeichen Nördlingens ist der rund 90 Meter hohe Kirchturm der 1427–1505 erbauten gotischen St. Georgskirche, der Daniel genannt wird. Sehenswert ist auch die katholische St.-Salvator-Kirche am südwestlichen Rand der Innenstadt. Die neogotische Friedhofskirche St. Emmeram wurde 1874–1875 erbaut, geht aber auf Nördlingens erste Kirche aus dem 9. Jahrhundert zurück. Die Spitalkirche entstand im 13. Jahrhundert als Teil des Heilig-Geist-Spitals. Die Neuapostolische Kirche in der Gartenstraße wurde 1954 bezogen. Die Pfarrkirche St. Josef wurde 1960 bis 1962 errichtet.

Marktplatz

Gleich nördlich der St.-Georgs-Kirche liegt der Marktplatz, auf dem sich im Mittelalter alljährlich zehn Tage lang das Messepublikum tummelte. Die Tuchhändler präsentierten ihre Ware im 1442–1444 entstandenen Brot- und Tanzhaus, dessen Obergeschoss als Festsaal diente. Mit ihm durch eine Brücke verbunden war zu Messezeiten das 1363 erbaute Fachwerkhaus Metzig, das an normalen Tagen die Verkaufsstände der Metzger beherbergte und zu Messezeiten als Erweiterung der Verkaufsfläche diente. Nördlich daran schließt sich das bereits 1304 urkundlich erwähnte Hohe Haus an.

Das Gasthaus zur Sonne auf der gegenüber liegenden Seite wurde 1350 erbaut und seit 1405 als Fürstenherberge genutzt. Um 1500 logierten dort die Kaiser Friedrich III. und Maximilian I., 1548 Karl V. 1788 war Johann Wolfgang von Goethe zu Gast, und 1970 nahmen die amerikanischen Astronauten des Apollo-Mondfahrtprogramms Quartier.

Nördlich anschließend liegt das Rathaus. Wie die St.-Georgs-Kirche und viele andere Stadthäuser ist es aus dem porösen Suevitstein des Nördlinger Rieses erbaut. Bereits 1313 ist es in einer Verkaufsurkunde belegt; in jener Zeit wurde es als Messekaufhaus genutzt. 1382 mietete die Stadt das Gebäude an und nutzt es seitdem ununterbrochen als Rathaus. Um 1500 wurde das Obergeschoss mit seinem Treppengiebel und dem Giebelerker auf das Gebäude gesetzt, 1509 wurde der Schatzturm und 1618 der repräsentative Renaissance-Treppenaufgang angebaut. Innen im großen Versammlungssaal, in dem sich im 16. Jahrhundert die Abgeordneten des Schwäbischen Bundes trafen, befindet sich ein großes, wertvolles Wandfresko von Hans Schäufelin.

Altstadt

Die gesamte Nördlinger Altstadt beherbergt eine Fülle von liebevoll renovierten, prachtvollen Häusern aus dem Mittelalter und der Renaissance.

Wenige Schritte nordwestlich des Marktplatzes gelangt man über die Eisengasse zum Tändelmarkt und dem damit verbundenen Hafenmarkt. In der Eisengasse, die nach den früher dort niedergelassenen Eisenhändlern benannt ist, ist unter anderem das 1563 errichtete Schneidtsche Haus bemerkenswert. Im Dreißigjährigen Krieg diente es Gustav II. Adolf im September 1632 für zwei Tage als Unterkunft. Am Hafenmarkt befindet sich das Kaisheimer Haus, von 1278 bis 1802 Kastenhaus des Reichsstifts Kaisheim. Bis zu einem Brand am 3. Mai 1955 stand hier auch das Hafenhaus, ein prachtvolles ehemaliges Kaufhaus aus dem Jahr 1425.

An der Nordwestecke des Tändelmarkts fällt das große Klösterle ins Auge, ein ehemaliges Franziskanerkloster. Im Zuge der Reformation verwaiste das Kloster mehr und mehr. Die Stadt kaufte 1536 den Bau und ließ ihn 1584–1587 zu einem Kornspeicher umbauen. Der Chor wurde abgerissen und durch den heutigen großzügig angelegten Treppengiebel ersetzt.

Das westlich daran anschließende Gerberviertel beherbergt etliche der typischen Gerberhäuser mit ihrem Fachwerk und ihren großen, nach vorne kragenden Trockenböden und Galerien in den Obergeschossen. Den großen Wasserbedarf der Gerber deckte der Egerkanal, der das Viertel durchläuft. Bei der Brücke am nördlichen Ende des Viertels befindet sich das große, unterschlächtige Wasserrad der Neumühle.

Das um 1233 gegründete Heilig-Geist-Spital diente früher als Versorgungsstätte alter und armer Menschen. Wie viele ähnliche Einrichtungen jener Zeit wurde es durch Stiftungen finanziert und ausgebaut. Die Spitalkirche aus dem 13. Jahrhundert beherbergt wertvolle Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Heute befindet sich in seinen beiden Hauptgebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert das Stadtmuseum.

Im südlichen Bereich der Altstadt ist das 1697 erbaute Wintersche Haus bemerkenswert. Der große, wohl proportionierte Fachwerkbau birgt an seiner Rückseite einen stilvollen Garten mit Blumengalerien im ersten und zweiten Stock. Am Weinmarkt befinden sich eine Reihe repräsentativer Bürgerhäuser und das große, massiv wirkende, 1541–1543 erbaute Hallgebäude. Es diente einst als Salz- und Weinlager der Stadt. Am Weinmarkt steht auch das ehemalige Gasthaus zur Krone, dessen Wirtin Maria Holl durch die Hexenprozesse berühmt wurde.

Eine Reihe bemerkenswerter Bürgerhäuser findet sich in der Polizeigasse, die den Weinmarkt mit dem Marktplatz verbindet. Darunter sind die Alte Post, das Mötzelsche Haus, das im 15. Jahrhundert von der Familie Oelhafen bewohnt wurde, und die Einhorn-Apotheke.

Östlich der Georgskirche, auf dem Rübenmarkt, steht der Kriegerbrunnen, ein Jugendstil-Bauwerk, das 1902 von Georg Wrba im Andenken an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 geschaffen wurde.

Der Stadtgraben ist im Bereich der Frickhinger Anlagen, zwischen Ochsenzwinger und Berger Tor, als Parkanlage mit Skulpturen, exotischen Bäumen und Rosengarten (Rosarium) gestaltet.

Straßen

Schiene

In Nördlingen halten Züge der Riesbahn AalenDonauwörth. Die Strecke nach Dombühl und die Strecke über Gunzenhausen nach Nürnberg haben ihren regulären Personenverkehr verloren. Die Nebenbahn nach Wemding ist abgebaut. Die einstige Funktion Nördlingens als Eisenbahnknoten ist damit verschwunden. Im historischen Bahnbetriebswerk ist heute das Bayerische Eisenbahnmuseum untergebracht.

Luftfahrt

Direkt nördlich der Stadt betreibt der Rieser Flugsportverein e. V. einen Sonderlandeplatz, den auch die Wallersteiner Firma HeliAviation für Flugstunden mit Hubschraubern benutzt. Der Verkehrslandeplatz Aalen-Heidenheim ist 20 km von Nördlingen entfernt. Die nächsten Verkehrsflughäfen befinden sich in Nürnberg, Stuttgart, Memmingen und München.

Wirtschaft

Nördlingen ist geprägt durch eine Fülle von Betrieben der verschiedensten Branchen, die überwiegend mittelständische Strukturen besitzen. Von den ursprünglichen textilverarbeitenden Betrieben ist nur die gehobene Modemarke Strenesse vorhanden. Der örtliche Handel hat eine zentrale Rolle und deckt ein weites Einzugsgebiet im ländlich geprägten Umland ab.

Traditionsunternehmen

Entsprechend dem hohen Alter und der einstmals enormen Bedeutung der Stadt finden sich in Nördlingen Betriebe mit teilweise jahrhundertelanger Tradition.

  • Die 1608 gegründete Ankerbrauerei ist seit Schließung der Sixenbrauerei im Jahre 1990 die letzte verbliebene Brauerei mit Jahrhunderttradition.
  • Der Verlag C. H. Beck wurde 1763 gegründet. Der Verlag ist inzwischen in München ansässig, die verlagseigene Druckerei aber weiterhin in Nördlingen.
  • An die lange Druckertradition in Nördlingen erinnern heute die Rehlensche Handpresse, die ehemalige Buchdruckerei Greno sowie mehrere kleine und mittelständische Druckereibetriebe.
  • Die Firma Carl Heuchel ist ein 1831 gegründetes Bauunternehmen mit rund 120 Mitarbeitern (Stand 2012).

Unternehmen

  • Die in Nördlingen ansässige Modeschöpferin Gabriele Strehle kreiert unter dem Markennamen Strenesse Damen- und Herren-Oberbekleidung.
  • Der Duftstoff- und Aroma-Hersteller Symrise hat in Nördlingen einen Standort für die Erforschung und Produktion von Aromen und Grundstoffen für die Getränkeindustrie.
  • DS Smith Packaging produziert am Standort Nördlingen Verpackungen und Displays.
  • Die Kathrein-Werke betreiben in Nördlingen ein Werk für Mobilfunkantennen mit mehr als 800 Beschäftigten.
  • Die SPN Schwaben Präzision Fritz Hopf GmbH entwickelt und fertigt hochgenaue Verzahnungselemente und Getriebe am Standort Nördlingen.
  • Der BayWa-Konzern betreibt in Nördlingen einen Agrar- und Baustoffhandel, einen Bau- und Gartenmarkt sowie einen Mineralölvertrieb mit angeschlossener Tankstelle.
  • Das Schwarzer Reise- und Verkehrsbüro ist integraler Bestandteil der örtlichen Infrastruktur.
  • Im Nördlinger Werk von Hamilton Sundstrand fertigen 85 Mitarbeiter[14] Komponenten für die Luft und Raumfahrtindustrie.
  • Die Glockenschweißerei Lachenmeyer repariert Kirchenglocken aus aller Welt.
  • Die Riesmetall GmbH ist auf galvanische Verzinkung spezialisiert.
  • Die Brauerei Maierbier ist in Nördlingen ansässig und braut dort seit Sommer 2011 Bier.

Medien

Die örtliche Tageszeitung trägt den Namen Rieser Nachrichten und ist eine Lokalausgabe der Augsburger Allgemeinen. Des Weiteren erscheinen in Nördlingen die Anzeigenblätter Extra Ran, WochenZeitung – WZ aktuell und Sonntagszeitung.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nördlingen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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